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Die Hombrechtiker wollen das Grundstück in den Breitlen nicht veräussern. Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Umfrage.

Im Oktober 2015 hatten die Stimmenden von Hombrechtikon den Bau eines neuen Alterszentrums abgelehnt. Es ging um einen Neubau des Pflegetrakts mit 75 Pflegebetten und um 35 neue Alterswohnungen.

Im Nachgang zur Abstimmung hat der Hom’Care-Verwaltungsrat das Zentrum für Demokratie, Aarau, beauftragt, den Urnenentscheid zu analysieren. Dabei wurden die drei nachstehenden Themenfelder untersucht.

  • Warum wurden die Vorlagen abgelehnt?
  • Welche Bedeutung hatte die Organisation Hom’Care beim Entscheid?
  • Wie werden verschiedene Optionen für das weitere Vorgehen beurteilt?

Die Untersuchung fand zwischen Juni und Juli 2016 mittels Online- und Papierfragebogen statt. Als Stichprobe wurden 2999 Stimmberechtigte befragt. 1109 Personen haben an der Umfrage teilgenommen (37 Prozent). Neubau sinnvoller als Renovation Ein Neubau wird wirtschaftlich als sinnvoll erachtet. Der Gesamtbetrag für ein solches Vorhaben von 51 Millionen Franken wurde jedoch als zu hoch eingeschätzt und die Unsicherheiten für die Gemeinde bezüglich Zinsentwicklung und allfälligem Leerstand bemängelt. Weitere Unsicherheiten gegenüber der Rolle von Hom’Care als Leistungserbringerin des gesetzlichen Auftrags waren offenbar ein zusätzlicher Grund, welcher zur Ablehnung der Vorlagen führte.

Bei den Befragten gibt es gewisse Sympathien für den Einbezug von professionellen Privatinstitutionen sowohl für den Bau als auch für den Betrieb. Ein Verkauf des Grundstücks stösst jedoch auf Skepsis. Laut der Umfrage können sich die Befragten aber auch vorstellen, dass Hom’Care selber einen neuen Pflegetrakt baut und betreibt. Dafür müsste die kommunale selbstständige Anstalt (KSA) Hom’Care in eine Stiftung oder Aktiengesellschaft überführt werden. Das Grundstück müsste an die Hom’Care-Nachfolgeorganisation übertragen werden und würde als Sicherheit gegenüber Finanzinstituten dienen.

 

Tendenzen, keine abschliessende Meinung

Der Hom’Care-Verwaltungsrat wertet die Ergebnisse als Tendenzen und sieht sich im eingeschlagenen Weg bestätigt. Es werden nun zwei gleichwertige Varianten entwickelt.

  • Die Variante «Privatisierung» sieht eine Ausschreibung nach den Richtlinien des öffentlichen Beschaffungswesens vor. Darin wird ein professioneller, privater Leistungserbringer gesucht, dem der gesetzliche Auftrag der Alterspflege übertragen wird. In der Folge wird dieser Leistungserbringer in eigener Verantwortung das neue Alterszentrum Breitlen bauen. Erste Gespräche dazu hat der Hom’Care-Verwaltungsrat bereits geführt.
  • Bei der Variante «Eigenständigkeit» baut Hom’Care in eigener Verantwortung einen neuen Pflegetrakt und betreibt diesen selber.

Der öffentliche Meinungsbildungsprozess soll ab Frühling 2017 stattfinden. Zur Abstimmung kommt die Vorlage voraussichtlich am 26. November 2017 oder 11. Februar 2018.

pdfZusammenfassung der Umfrage 1.12.2016

 

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